Vilaflor

Das höchstgelegene Dorf auf Teneriffa ist Vilaflor, das 1.400 Meter hoch im Süden der Insel liegt. Durch die klare, sehr saubere Bergluft ist Vilaflor der geeignete Urlaubsort für Menschen, die unter Lungenproblemen wie Asthma und Bronchitis leiden.

Vilaflor liegt auf dem Weg zum Nationalpark Teide und ist über die Autobahnen TF1, TF51 und T563 mit dem Auto zu erreichen. Eine Buslinie verkehrt zwischen dem Ort und Los Christianos. Bis zum Flughafen Teneriffa Süd sind es circa 25 Kilometer.

Der Ortskern ist nicht sehr groß, aber durch viele Blumen besonders schön geschmückt. Vor allem der Teide Natternkopf, eine Doldenpflanze, die bis zu drei Meter hoch wird und zahlreiche Insekten anlockt, ist im Ort häufig zu finden. Enge, sehr steile Straßen führen durch den Ort. Berühmt auf ganz Teneriffa sind die Kekse, die aus Honig und Mandeln in Vilaflor hergestellt werden. Zwei Mineralquellen und das Kunsthandwerk gehören neben dem Tourismus zu den Haupteinnahmequellen von Vilaflor.

Viele Sehenswürdigkeiten hat das Dorf nicht zu bieten, ein Besuch der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kirche San Pedro, ist jedoch sehr lohnenswert, da hier die traditionelle Baukunst der Kanaren besichtigt werden kann. Der bisher einzige Heilige aus Mittelamerika Pedro de San José Betancur wurde in Vilaflor geboren. Seit seiner Heiligsprechung im Jahre 2002 gehört sein Geburtshaus zu den großen Attraktionen. Eine weitere Kapelle, die Mirador San Roque, steht ebenfalls für Besichtigungen offen. Oberhalb des Ortes stehen am Miradoe del Pino Gordo einige der größten Exemplare der Kanarischen Kiefern. Die bis zu 40 hoch wachsenden Pinien sind das Wahrzeichen des Ortes und auf vielen Postkarten zu finden. Auch die Bergkette Montañas de Chasna ist ein beliebtes Fotomotiv. Der Sombrero de Chasna ähnelt in seiner Form dem gleichnamigen Hut und gilt deshalb ebenfalls als Touristenattraktion.

Vilaflor wird von Touristen vor allem wegen seiner Nähe zum Nationalpark Teide geschätzt. Von hier aus lassen sich lange Fahrten in das weiträumige Gebiet unternehmen. Bei Fahrten mit dem eigenen Auto oder Leihwagen sollte für genügend Benzin im Tank gesorgt werden, da innerhalb des riesigen Parks keine Tankmöglichkeiten vorhanden sind. Weitere Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind der Weg zu den Cañadas, einem vulkanischen Einsturzkessel, der am Kraterrand des Teide liegt. Spektakulär ist ein Ausflug zur Paisaje Lunar, die wegen ihres Aussehens auch „die weiße Mondlandschaft“ genannt wird. Zehn Meter hohe pyramidenähnliche Steine stehen in einer weißen, sehr skurril wirkenden Landschaft. Vor hier ist es nicht weit zur „schwarzen Mondlandschaft“, die aus dem typischen Lavagestein besteht.