Denkmäler auf Teneriffa

Teneriffa hat eine lange und reiche Geschichte, die sich noch heute an zahlreichen Gebäuden, Museen und Denkmälern ablesen lässt. Wer sich für Geschichte und Kultur der Insel interessiert, sollte sich die wichtigsten Denkmäler ansehen und sich verzaubern lassen von der Vergangenheit dieses wunderbaren Ortes.

Das Castillo de San Cristóbal und das Castillo de San Juan Bautista (Santa Cruz de Tenerife)
Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt der Kanareninsel Teneriffa, war seit jeher aufgrund seiner exponierten Lage an der nordöstlichen Küste das Ziel von Eroberern und Einwanderern. Um die Stadt und die Insel zu schützen, wurden bereits in frühester Zeit imposante Wehranlagen errichtet, von denen heute noch beeindruckende Überreste zu sehen sind. Mit die wichtigste Wehranlage von Santa Cruz war das Castillo de San Cristóbal, dessen Ruinen in den unterirdischen Gängen und Kellern unterhalb der Plaza de España zu bestaunen sind. Wer noch weiter auf den Spuren der Seefahrer und Eroberer wandeln möchte, dem sei auch das heute unter Denkmalschutz stehende Castillo de San Juan Bautista (Castillo Negro) empfohlen. Diese kreisrunde Wehranlage, die nur über eine Zugbrücke zugänglich ist, besteht aus beeindruckend dicken Mauern, die eine Plattform umgeben. Von hier aus wurden angreifende Piraten mit Kanonen abgewehrt.

Die Statuen der Guanchen-Könige (Candelaria)
Etwa 20 km südwestlich von Santa Cruz de Tenerife befindet sich die Kleinstadt Candelaria, die für ihre Statuen der letzten neun Guanchen-Könige berühmt ist.
Als Guanchen bezeichnet man die Ureinwohner der Kanaren. Als die Europäer die Kanaren erreichten, war Teneriffa in insgesamt neun Königreiche (menceyatos) eingeteilt, das jeweils von einem König, dem Mencey, regiert wurde. Diesen letzten neun Guanchen-Königen zu Ehren wurden für sie Bronze-Statuen geschaffen; diese stehen, als kleiner Skulpturenpark, in Sichtweite zum Meer und gleich neben der Basilika.

Die Ermita de San Telmo (Puerto de la Cruz)
An der Nordküste von Teneriffa liegt die Hafenstadt Puerto de la Cruz, das touristische Zentrum dieses Teils der Insel. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die im 18. Jahrhundert in ihrer heutigen Form erbaute Kapelle San Telmo, die seit der letzten großen Renovierung im Jahre 1968 von der deutschsprachigen katholischen Gemeinde betreut wird. Die hier abgehaltenen Gottesdienste werden von Einheimischen wie Touristen gleichermaßen besucht. Die Mauern der rechteckigen, nur durch zwei Steinarkaden geschmückten Kapelle sind mit Kalk und Lehm verputzt, das Dach besteht aus Ziegeln. Die Kapelle beherbergt den Schutzpatron der Fischer. Hinter der Kapelle ist noch der Eingang zu einem unterirdischen Pulverlager der Wehranlage zu sehen.