Die Johannesnacht

Fiesta San Juan auf Teneriffa

Unter den zahlreichen Fiestas, welche alle religiösen Ursprungs sind, ist die Fiesta de San Juan auf Teneriffa am weitesten verbreitet.

Tradition, Riten und christlicher Glaube
Im Jahre 1582 ereignete sich in La Laguna eine Pestepedemie. Zu Ehren ihres Schutzpatrons San Juan versuchte die Bevölkerung mit Opfergaben und den traditionellen Horgueras (Scheiterhaufen), mit seiner Hilfe der Krankheit ein Ende bereiten zu können. Nach dieser langen Tradition feiern die Tinerfeños in der Nacht vom 23.6. auf den 24.6. die Fiesta de San Juan auf Teneriffa. Andernorts ist dieses Fest als Sommersonnenwende oder Mittsommernacht bekannt. Es werden an vielen Stränden Scheiterhaufen aus Holz und diversem altem Zeug errichtet. Vielerorts werden Kreuze und Strohpuppen aufgestellt und geschmückt. Bis heute hat sich jedes Municipio (Gemeinde) in Teneriffa, dabei ihre eigenen Riten bewahrt. Diese geben dem Ganzen ein besonderes Flair. Urlauber sollten sich dies, wenn sie gerade zu dieser Zeit die Ferien auf Teneriffa verbringen, auf keinen Fall entgehen lassen.

Um die Noche de San Juan ranken sich vielfältige Mythen. Aus altem Glauben heraus schreiben die Menschen ihre Sorgen auf kleine Zettel und werfen sie anschließend ins Feuer, um selbige darin zu verbrennen. Ebenso heißt es, dass alles Negative dem Feuer übergeben wird, um damit zu symbolisieren, dass von nun an alles positiver wird. Verliebte Paare, welche gemeinsam über das Feuer springen, bleiben ein Leben lang zusammen. Kleine, aus Blumen oder Bananenblätter gefertigte Schiffchen, werden mit einem kleinen Segel ausgerüstet, mit einem Teelicht versehen und in dem Glauben, dass die eigenen Wünsche daraufhin in Erfüllung gehen, hinaus aufs Meer geschickt. Das damit verbundene nächtliche Bad soll der Reinigung des Körpers und des Geistes vom allem Schlechten dienen.

Ein sehenswertes Ereignis, nicht nur auf Teneriffa!
Einheimische und Touristen versammeln sich abends an den Lagerfeuern zu diesem erlebenswerten Spektakel. Um Mitternacht wird dann alles feierlich angezündet und unter großem Hallo abgebrannt.

Es wird ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden gefeiert! Leider wurde in manchen Jahren das Verbrennen an manchen Stellen etwas exzessiv betrieben. Dadurch ereigneten sich immer wieder Brände, da es zu dieser Jahreszeit oftmals sehr trocken ist.